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Am gestrigen Freitag fand wieder die alljährliche Karfreitagsübung der Feuerwehr Essfeld statt. Mit 21 Männern und Frauen rückten wir dabei zum ersten Mal aus unserem neuen Feuerwehrgerätehaus aus. Als Übungsszenario wurde ein Kellerbrand im Kindergarten gemeldet. Zwei Betreuer und fünf Kinder wurden vermisst. Nach einem kurzen Anfahrtsweg machten sich bereits beim Eintreffen zwei Kinder am geöffneten Fenster im 1. OG schreiend bemerkbar. Der Gruppenführer des Essfeld 42/1 gab dem Angriffstrupp nach der Erkundung umgehend den Befehl zum Erstangriff mit Menschenrettung unter PA im Erdgeschoss. Kurz darauf wurde auch der Wassertrupp in das verrauchte Gebäude geschickt. Parallel dazu kam es zum Einsatz der Steckleiter, um die beiden Kinder, deren Fluchtweg im 1. OG abgeschnitten war, zu retten. Eines der beiden versuchte bereits selbstständig aus dem Fenster zu steigen und verletzte sich dabei so schwer, dass nur eine Rettung mittels Schleifkorbtrage möglich war. Die Besatzung des Essfeld 11/1 unterstützte hiebei den Schlauchtrupp und kümmerte sich außerdem um das Absichern der E-Stelle und das Errichten der Einsatzleitung. Zusätzlich wurde der Funk besetzt und ein Funkprotokoll geführt.

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Im weiteren Verlauf wurden durch den Wassertrupp im OG zwei vermisste Personen gefunden und ins Freie gebracht. Zuvor hatte der Angriffstrupp bereits zwei Personen aus dem Brandraum gerettet. Nach der Meldung "Feuer unter Kontrolle" wurde eine taktische Ventilation vorgenommen. Auf den Einsatz eines Lüfters wurde zu Beginn bewusst verzichtet, um den Rauch nicht in andere Bereiche zu drücken. Während des Einsatzes wurde auch, wie üblich, ein unerwarteter Vorfall mit zusätzlichem Belastungsfaktor von unserem Übungsorganisator mit eingebaut: Einer der Betreuer hatte sich durch einen Sprung aus dem ersten Stockwerk auf der Rückseite des Gebäudes vor dem Brandrauch retten wollen und blieb dabei schwer verletzt liegen. Er musste mit dem Spineboard achsengerecht gerettet werden. Insgesamt nahmen an der Übung 26 Kameradinnen und Kameraden teil. Die vermissten Kinder wurden von unserer Jugendfeuerwehr gemimt.

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Bilder:

 

 

 

Am Mittwochabend des 12. April war es endlich so weit. Da die Arbeiten im Inneren soweit fertig gestellt sind, konnten wir unsere neuen Räumlichkeiten nach knapp einem Jahr Bauzeit in Betrieb nehmen. Zuvor wurde noch die Fahrzeughalle gereinigt und die einsatzrelavanten Gerätschaften, wie Schlauchmaterial, Ölbinder und natürlich die persönliche Schutzausrüstung der Aktiven von der ca. 50 Meter entfernten alten Fahrzeughalle in das neue Gerätehaus gebracht.

 

 

 

 

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Nachdem wir uns in den Monaten Januar und Februar, aufgrund von 3 Neuzugängen in der Jugendfeuerwehr mit Geräte- und Fahrzeugkunde, sowie der Vorbereitung für die Jugendleistungsprüfung beschäftigt haben, dachten wir uns, dass wir unseren jugendlichen Brandbekämpfern wieder einmal etwas Action bieten müssen.

Bei dieser Übung durften wir dann auch unser 13. Mitglied begrüßen, es handelt sich hierbei um Mira, eine bulgarische Gastschülerin, die in Deutschland ihr Abitur absolvieren wird und bis Juni bei uns in Eßfeld wohnen wird. Sie ist in dieser Zeit natürlich ein vollwertiges Mitglied der Jugendfeuerwehr Eßfeld.

Als Übungsplatz diente uns das Gelände von Volker Renninger, vielen Dank Volker, dass wir an diesem Platz mit der Jugendfeuerwehr immer üben dürfen.

Nachdem alle ordnungsgemäß angetreten waren, folgte auch schon die Lagebeschreibung.

Lage:

Brand eines Heuhaufens, angrenzender Wald und ein Anhänger in unmittelbarer Gefahr.

Die Trupps wurden im weiteren Verlauf wie folgt eingeteilt:

- Angriffstrupp Florian Eßfeld 42/1 mit dem 1. Rohr zum Schützen des angrenzenden Waldes, vor!

- Wassertrupp  Florian Eßfeld 42/1 Wasserentnahme aus Unterflurhydrant.

- Schlauchtrupp Florian Eßfeld 42/1 mit dem 3. Rohr zum Schützen des Anhängers, vor!

- Melder Florian Eßfeld 42/1 Unterstützung Gruppenführer und Schlauchaufsicht.

- Angriffstrupp Florian Eßfeld 11/1 Aufbau der Verkehrsabsicherung.

- Wassertrupp Florian Eßfeld 11/1 Bedienung der Verteiler und Schlauchaufsicht.

Nachdem der Wassertrupp des 42/1 sich beim GF einsatzbereit meldete, bekamen sie den Auftrag mit dem 2. Rohr beim Schützen des Anhängers zu unterstützen.

Als sich der Angriffstrupp des 11/1 beim GF einsatzbereit meldete, bekamen sie den Auftrag einen zusätzlichen Verteiler zu setzen und mit dem 1. Rohr des 2. Verteilers beim Schützen des Waldes den Angriffstrupp des 42/1 zu unterstützen. Unterstützt wurden sie hierbei vom Wassertrupp des 11/1.

Im weiteren Verlauf  des Einsatzes wurde dann gemeinsam der Brand bekämpft. Als das Feuer unter Kontrolle war, sammelten sich die Trupps am Brandherd. Nun wurden unseren jugendlichen Brandbekämpfern die Einsatzgrundsätze und Gefahren der Wald- und Flächenbrandbekämpfung, sowie die Möglichkeiten welche verschiedenen Löschmittel bei der Brandklasse A eingesetzt werden können, ausführlich erläutert. Hierbei wurde auch die Wirkungsweise der verschiedenen Löschmittel, sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Löschmittel, die es für die Brandklasse A gibt erklärt.

Im Anschluss gab es noch eine Einweisung in die Wärmebildkamera und alle durften einmal die Wärmebildkamera ausprobieren und überprüfen ob es noch Glutnester gibt.

Zum Abschluss wurde der Brand noch endgültig gelöscht, die Einsatzstelle geräumt und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge im Gerätehaus wieder hergestellt.

Gesamtdauer der Übung mit Herstellung der Einsatzbereitschaft 4 Stunden.