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Mit ca. 75 Litern Niederschlag in weniger als einer Stunde traf das Unwetter „Elvira“ Eßfeld. Durch die geographische Lage wurden aus Rinnsalen reißende Ströme, aus Straßenzügen Seenlandschaften. Besonders hart wurden die Bereiche am Weiherweg, Andreas-Hermes-Straße und Schwester-Assumpta-Weg getroffen. Im Letzteren stand das Wasser bis zu 1,6 m hoch, Keller wurden vollständig überflutet und Pkws wurden vom Wasser mitgerissen.

Heizöl- und Dieseltanks wurden beschädigt oder kippten um, so dass deren Inhalt austrat. Diese Situationen stellten uns vor weitere Herausfordungen, so dass umgehend von einem Fahrzeug spezielle Öl-Absorbitionsschlängel bei der Berufsfeuerwehr Würzburg aufgenommen und nach Eßfeld gebracht wurden.

Zu Beginn des Einsatzmarathons lag der Schwerpunkt auf der Warnung der Bevölkerung durch Lautsprecherdurchsagen, die Gebäude nicht zu verlassen und überflutete Keller auf Grund der Gefährdung durch Elektrizität nicht zu betreten, und auf der Sichtung der zuerst schwer übersichtlichen Lage. Hierzu wurde das Ortsgebiet vom Eßfelder Mehrzweckfahrzeug erkundet, welches die Einsatzstellen an die im Gerätehaus gebildete Einsatzleitung weiter gab. Hier wurden die Einsätze priorisiert und koordiniert.

Mit dieser Ausgangssituation wurde die Freiwillige Feuerwehr am Sonntag um 21:11 alarmiert. Parallel hierzu erfolgen noch Alarmierungen auf die Bundesstraße B19 und nach Fuchsstadt, da hier Personen in ihren Fahrzeugen auf überfluteten Straßen eingeschlossen seien sollten. Letzteres bewahrheitete sich glücklicherweise nicht.

Da die Wetterlage fast alle Feuerwehren im Umfeld forderte, traf die notwendige Verstärkung in Form der FF Euerhausen und der FF Herchsheim erst am Montag gegen 0:45 Uhr ein. Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützen ab Montag noch die Kameraden aus Allersheim und Giebelstadt bei den Pump- und Aufräumarbeiten.

Im Laufe des Montagmorgens stabilisierte sich die Lage, so dass erste Einsatzkräfte heraus gelöst werden konnten. Andere hingegen nutzten eine Einsatzpause ab ca. 5 Uhr für einen kurzen Erholungsschlaf im völlig verschlammten Löschfahrzeug. Bis Montagabend 21:45 Uhr waren alle bekannten Einsatzstellen von der Feuerwehr abgearbeitet, so dass die eingesetzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Durch eine Nachhut wurden noch Aufräumarbeiten durchgeführt, die Reinigung und Wartung der Ausrüstung erfolgt nach einem Einsatzfreien Dienstag am Mittwochabend.

Die Freiwillige Feuerwehr Eßfeld war zu Spitzenzeiten mit 24 Kräften im Einsatz, wobei viele der Kameraden selbst vom Unwetter betroffen waren.

 

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Am Mittwochabend trafen sich zwölf Kameraden der FF Eßfeld zu einer Fortbildung am Bürgerheim. Zwei Stunden lang wurde ausschließlich der fachgerechte Umgang mit der dreiteiligen Schiebleiter trainiert. Der Grund ist, dass die Leiter nur sehr selten zum Einsatz kommt und im Normalfall einmal im Jahr beim Maibaumaufstellen genutzt werden muss. Geübt wurde die Entnahme der Leiter vom Fahrzeug durch zwei Trupps, die von einem der teilnehmenden Maschinisten unterstützt wurden, sowie das Aufstellen und das Sichern der Leiter unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften. Da die dreiteilige Schiebleiter, wenn es um eine Menschenrettung geht, unter sehr hohem Zeitdruck und fehlerfrei vorgenommen werden muss, wurde gegen Ende der Übung auch die Zeit gestoppt und von Durchgang zu Durchgang verbessert. Wie auf den Bildern zu sehen, wurde der Eingangsbereich des Bürgerheims zur Vornahme der Schiebleiter genutzt. Mit einer Rettungshöhe von zwölf Metern laut Feuerwehrdienstvorschrift ist dabei mit der dreiteiligen Schiebleiter ein Angriffsweg oder Rettungsweg bis ins 3. OG problemlos möglich.

 

Bilder der Fortbildung:

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Am Samstag trafen sich unsere Atemschutzgeräteträger zur diesjährigen internen Fortbildung. Ab 9 Uhr stand zuerst die Auffrischung der theoretischen Kenntnisse in einer Unterrichtseinheit an. Hierbei wurde u. a. die verpflichtend durchzuführende jährliche Einweisung in die Atemschutzgeräte vorgenommen sowie die Standardeinsatzregeln im Atemschutzeinsatz wiederholt. Auch das Verhalten bei einem Atemschutznotfall und der sichere Einsatz unseres Notfallsets wurden wiederholt. Gegen 10:20 Uhr musste die Theorie allerdings für knapp 30 Minuten auf Grund eines Einsatzes (Link) unterbrochen werden. 

Auf die theoretische Ausbildung folgte die Praxis, in der das zuvor Besprochene trainiert wurde. Auch wurde der richtige Umgang mit den Hohlstrahlrohren, das Vorgehen im thermisch aufbereiteten Brandraum und das Verhalten im Falle eines sog. Flash-Overs geübt. Hierzu wurde den Teilnehmern bei einem Teil der Übungen das Sichtfenster ihrer Atemschutzmaske verklebt, um die Sichtverhältnisse in einem mit Brandrauch gefüllten Raum zu simulieren.

 

Bilder der diesjährigen Fortbildung:

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 Video der Fortbildung aus dem Jahr 2014: