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Am Mittwochabend trafen sich zwölf Kameraden der FF Eßfeld zu einer Fortbildung am Bürgerheim. Zwei Stunden lang wurde ausschließlich der fachgerechte Umgang mit der dreiteiligen Schiebleiter trainiert. Der Grund ist, dass die Leiter nur sehr selten zum Einsatz kommt und im Normalfall einmal im Jahr beim Maibaumaufstellen genutzt werden muss. Geübt wurde die Entnahme der Leiter vom Fahrzeug durch zwei Trupps, die von einem der teilnehmenden Maschinisten unterstützt wurden, sowie das Aufstellen und das Sichern der Leiter unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften. Da die dreiteilige Schiebleiter, wenn es um eine Menschenrettung geht, unter sehr hohem Zeitdruck und fehlerfrei vorgenommen werden muss, wurde gegen Ende der Übung auch die Zeit gestoppt und von Durchgang zu Durchgang verbessert. Wie auf den Bildern zu sehen, wurde der Eingangsbereich des Bürgerheims zur Vornahme der Schiebleiter genutzt. Mit einer Rettungshöhe von zwölf Metern laut Feuerwehrdienstvorschrift ist dabei mit der dreiteiligen Schiebleiter ein Angriffsweg oder Rettungsweg bis ins 3. OG problemlos möglich.

 

Bilder der Fortbildung:

 

 

 

Am Samstag trafen sich unsere Atemschutzgeräteträger zur diesjährigen internen Fortbildung. Ab 9 Uhr stand zuerst die Auffrischung der theoretischen Kenntnisse in einer Unterrichtseinheit an. Hierbei wurde u. a. die verpflichtend durchzuführende jährliche Einweisung in die Atemschutzgeräte vorgenommen sowie die Standardeinsatzregeln im Atemschutzeinsatz wiederholt. Auch das Verhalten bei einem Atemschutznotfall und der sichere Einsatz unseres Notfallsets wurden wiederholt. Gegen 10:20 Uhr musste die Theorie allerdings für knapp 30 Minuten auf Grund eines Einsatzes (Link) unterbrochen werden. 

Auf die theoretische Ausbildung folgte die Praxis, in der das zuvor Besprochene trainiert wurde. Auch wurde der richtige Umgang mit den Hohlstrahlrohren, das Vorgehen im thermisch aufbereiteten Brandraum und das Verhalten im Falle eines sog. Flash-Overs geübt. Hierzu wurde den Teilnehmern bei einem Teil der Übungen das Sichtfenster ihrer Atemschutzmaske verklebt, um die Sichtverhältnisse in einem mit Brandrauch gefüllten Raum zu simulieren.

 

Bilder der diesjährigen Fortbildung:

 

 Video der Fortbildung aus dem Jahr 2014:

 

 

Auch an diesem Wochenende war wieder viel los bei der Feuerwehr Eßfeld.

Die Jugendfeuerwehr übte vollzählig die Inbetriebnahme von Oberflur, Fallmantel und Unterflurhydranten sowie den Aufbau eines Löschangriffes in einer zweistündigen Übung am Nachmittag.

 

Bereits seit dem Vormittag war das Digitalfunkeinbauteam am Mehrzweckfahrzeug zugange, um die neue Funktechnik im Fahrzeug zu verbauen. Dazu musste der VW Bus weitestgehend "entkernt" werden, um die neue Antenne auf dem Fahrzeugdach montieren und die notwendigen Leitungen verlegen zu können.

 

 

Auch in diesem Jahr fand die schon zur Tradition gewordene Karfreitagsübung statt.

Angenommen wurde dieses Mal, dass sich ein Fahrzeuggespann beladen mit einem Gefahrstoff, überschlagen hatte. Der Fahrer wurde im Übungsszenario dabei aus dem Fahrzeug geschleudert und unter dem selbigen eingeklemmt. Zusätzlich kam es zu einem Austritt des Gefahrstoffes, welcher in der Übungslage als Aceton vorgegeben war. Ziel der Übung war es die Lage schnell und korrekt einzuschätzen und mit den vorhanden Mitteln gemäß der GAMS Regel vorzugehen. Hierzu wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Der Gruppenführer des HLF 10 übernahm den Abschnitt der Rettung der eingeklemmten Person. Der Gruppenführer des MZF übernahm den Abschnitt mit dem Gefahrstoffaustritt. Durch die 18 teilnehmenden Kameraden/Innen der FF Eßfeld wurde die Lage zügig abgearbeitet, so dass im Anschluss noch zusätzliche Stabilisierungsarbeiten und Öffnungstechniken am Unfallfahrzeug erprobt wurden. Ebenfalls wurden alternative Vorgehensweisen beim Gefahrstoffaustritt diskutiert und in die Tat umgesetzt. Nach einer abschließenden Übungskritik hatten sich die Beteiligten Ihr Osterwochenende redlich verdient.